Nach über 30 Jahren und mehr als 50 Reisen rund um den Globus gab es eine Premiere – die Hockeyausrüstung musste zu Hause bleiben.
Leider haben alle Bemühungen ein Spiel zu organisieren nichts ergeben, aber dennoch «the early flying hopper gets the wurm or the plane» und deshalb Abflug in den sehr frühen Morgenstunden Richtung Krakau.
Um 9:00h erwartete uns der Bustransfer vom Flughafen zum Ausschwitz-Birkenau Memorial. Eine geführte Tour im Stammlager – ein historisch und menschlich tragisch belastetes Areal, dessen Wirkung schwer wiegt.
Vor dem zweiten Teil der Tour in Birkenau/Auschwitz II stösst Manfred direkt aus Nürnberg zur Gruppe dazu.
Nach vielen schweren, traurigen Eindrücken und langen, beeindruckenden Gehwegen durch das riesige Gelände dürfen wir das Gesehene und Geschehene während der Fahrt nach Krakau nachwirken lassen.
Nach einem Zwischenstopp im Purohotel wartete der gemeinsame Apéro und das Abendessen im hervorragend von Fedor vorkuratiertem Restaurant Farina, ein elegantes Altstadtrestaurant, die Küche Michelin empfohlen und polnisch-modern angehaucht. Die Tanzbären erkundeten danach Krakau by night..
Der nächste Vormittag war zur freien Verfügung und individuell gestaltbar - Flying Shoppers ;-).
Das Kulturprogramm am Nachmittag: eine Velo–Stadtbesichtigung mit unserem Guide Tom. Rücktritt-Bremsen, überschaubare Gangschaltung und ein sehr moderates Fahrtempo am Weichselufer bot die eine oder andere Herausforderung. Das jüdische Ghetto, Schindlers Emaillewarenfabrik, das historische Kazimierz Viertel, das Stadtzentrum beim Adam und die fast vollständig erhaltene Altstadt und deren über 500 Jahre alten Bürgerhäuser «beradelten» wir gemütlich.
Kirchen, Kutschen und Kuchen prägen den Look und Lifestyle der zweitgrössten Stadt Polens, sind aber bei weitem nicht alles was Krakau seit den späten 1980 Jahren, als die oppositionelle Solidarinosc eine demokratische Regierung etablierte zu bieten hat. Krakau ist auch jung und pulsierend und im gentrifizierten Trend-Ausgangsviertel Kasimierz hat uns Fedor in einem unkomplizierten Restaurant das zweite Dinner der Reise organisiert.Ein Abendessen mit mehr als ausreichend Nahrung und somit genügend Energie für die nächtlichen Aktivitäten, wie zB für das Viertelfinal Schweiz-Argentinien 03.00h Treffpunkt Hotellobby.
Das Vormittagsprogramm zur freien Gestaltung und das Check out war bei den einen etwas früher, bei den anderen auch viel später.
Der Rückflug am Abend musste verdient und ausgesessen werden, da wir «etwas» Verspätung hatten – dank unseren Flugprofis waren wir in Echtzeit aufdatiert.
Kurz vor Mitternacht mit vielen neuen Eindrücken und ungeschlagen aus Krakau zurück..