Ein Wochenende in Singapore
Zum zweiten Mal seit ihrem
Bestehen waren sie unterwegs in die asiatischen Regionen dieser unserer Erde, um das Image
des Schweiz und speziell des Schweizer Hockeys im Ausland aufzubessern und vorallem um
eine Menge Spass zu haben. Die Rede ist vom fabulösen Flying Hoppers Travel Team, dem
offiziellen Reiseteam der GC-Landhockeysektionen, welches sich zu einem verrückten (und
kostspieligen) Unterfangen durchgerungen hatte, welches in der Welt des Sports wohl
seinesgleichen sucht. Auf Einladung des Singapore Cricket Clubs nahm man nämlich an einem
Kleinfeldturnier in Singapur teil, welches gerade mal ein Wochenende dauern sollte und
für welches man an die 30 Flugstunden in Kauf nehmen musste. Grund genug an dieser Stelle
anhand von ein paar Stichworten einen kleinen Rückblick zu gestalten, der die
Erinnerungen der Beteiligten nochmals auffrischen soll.
atemlos: Nicht ganz unerwartet entsprach die
Luftfeuchtigkeit in Äquator- nähe nicht gerade der europäischen Norm, was bei einigen
Spielern doch gewisse Ventilationsschwierigkeiten hervorrief. Hinzu kam, dass aufgrund der
damals wütenden Waldbrände in Asien die Emissionswerte nicht unbedingt dem Sport im
Freien förderlich waren. Keine Probleme mit den vorherrschenden Bedingungen hatten
lediglich diejenigen, für die ein gewisser blauer Dunst in der Lunge nichts
ungewöhnliches war.
Businger: Da das Flying Hoppers Team II keinen regulären
Torhüter für diese Reise auftreiben konnte, sprang kurzfristig Thomas Businger in die
entstandene Bresche. Und siehe da: A new star was born!
einheitlich: Als echte Einheit traten die Flying Hoppers am
Turnierabend auf. Die Anzüge der Herren sassen perfekt und Kostüme der Ladies waren
augenbetörend. So war es auch nicht erstaunlich, dass zwischenzeitlich eine gewisse
Irritation entstand, als festgestellt werden musste, das alle anderen Teams der
Kleiderkombination "T-Shirt & Shorts" den Vorzug gaben. Noch grösser
allerdings wurde die Verwirrung der Herren der Schöpfung als ihre Krawatten allesamt
einer anderen Bestimmung zugeführt wurden.
Flying Hoppers Travel Team: bereits jetzt eine feste Grösse der
Landhockeysektion. Alle Singapurreisenden dürfen sich auf folgendem Foto nun selbst
zuwinken.
Hawkes: Rechelle Hawkes, Captain des australischen
Damennationalteams und zweifache Goldmedaillengewinnerin an Olympischen Spielen, war
dafür besorgt, dass auch die Weltklasse an diesem Turnier vertreten war. Einen bleibenden
Eindruck hinterliess sie ganz speziell beim Flying Hoppers Reiseveranstalter.
Jakarta: Eigentlich ist dieses Land auf der Weltkarte des
Landhockeys noch nie gross in Erscheinung getreten. Doch in Singapur wurde die jakartische
Auswahl im Halbfinal zum Stolperstein für das Flying Hoppers Team I. Überraschenderweise
setzte sich dieses Team dann übrigens auch im Final gegen die klar favorisierten
Pakistaner durch.
Ladies: Zum erstenmal mit dem Flying Hoppers Travel Team
dabei war auch eine spezielle Flying Hoppers Ladies Selection, welche auf sportlicher
Ebene den Herren nicht im Geringsten nachstand und in ihrer Kategorie ebenfalls die
Halbfinals erreichte.
Marthaler: Walter Marthaler, seines Zeichens Organisator vor
Ort und Fast-Einheimischer, war das älteste Mitglied der Flying Hoppers auf dieser Reise
und bestach auf dem Spielfeld vorallem dadurch, dass er seinen Hockeystock nicht nur für
das Schlagen des Balles gebrauchte.
Ngiam Tong Boom: Um die Jahrtausendwende war dieser chineschische
Barkeeper im Raffles Hotel tätig und erfand damals den berühmten Singapore Sling. Einige
Mitglieder der Flying Hoppers werden einen nachhaltigen Eindruck von dieser
Gaumenfreude nach Hause mitgebracht haben.
Roppongi Tigers: Der eine wetzte seine Krallen, der andere erwies
sich als Papiertiger.
Schweiss: Eine unangenehme Sache. Er floss in Strömen an
diesem Turnier. Kein Wunder, dass die Flying Hoppers Tag und Nacht dafür besorgt waren,
ihren Flüssigkeitshaushalt auszugleichen, denn wie jeder Sportler weiss, kann mangelnde
Flüssigkeit geradezu verherrende Auswirkungen auf das Leistungsvermögen jedes einzelnen
haben. Das nachfolgende Bild zeigt Walter Marthaler beim Auffüllen seiner natürlichen
Ressourcen.
Travolta: Der echte John Travolta wäre auf der Tanzfläche
wohl vor Neid erblasst, wenn er Bruno Schurter am Turnierabend auf dem Tanzparkett hätte
können wirbeln sehen. Lediglich die Partnerin des Flying Hopper kam in all ihren
Qualitäten nicht unbedingt an ihr Pendant aus Saturday Night Fever heran.
Ron Stöckli |