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Reisebericht
Flying Hoppers; 13. – 15. August 2004
Köln
beatet mehr...
Wie
immer, wenn einer zu einer Reise ruft kommen die Flying Hoppers
herrscharenweise auf den Flughafen, man könnte etwas verpassen. Schön,
dass wieder viele Frauen/Freundinnen den Weg gefunden haben, es spricht
sich eben rum in den Frauenheften, dass Flying Hoppers Reisen etwas
Spezielles sind. Diese Mischung von verträumten Schöngeistern, Brad
Pitts und sonstigen Gentlemen trifft man nirgends sonst. Selbstverständlich
ist auch Walti Marthaler dabei, da spielen Distanzen keine Rolle oder wo
ein Wille ist auch ein Weg oder ein Flugplatz.
Wir flogen gepflegt Richtung Kölle und wurden herzlichst von Pe und Jumbo
empfangen und mit einem eigens angefertigten Köln for Hoppers Dokument
versorgt. Eigens wurde auch der coolste Busfahrer auf Erden oder eben ein
normaler Kölner engagiert der Zielerfüllung als oberste Tugend im Herzen
trägt, da spielen im Weg stehende Verkehrsschilder keine Rolle und werden
wegquantisiert mit dem Heckkotflügel. Das Hotel war gut erreichbar
gelegen und prompt ging’s zur ersten Sensation: Besuch eines
Schokoladenmuseums, das existiert wirklich ausserhalb der Schweiz.
Abend ging’s dann Richtung Brauhaus aber da war noch ein Ringfest im
Weg. So pflügten wir uns durch die Massen und erreichten erleichtert und
toddurstig unseren Mahlzeitendienstkeller.
Ein
paar Regentropfen konnten die Stimmung der Besucher bei der Eröffnung des
Ringfestes nicht trüben. Mit einstündiger Verspätung stürmten „Fury
in the Slaughterhouse" am Freitagabend um 22°Uhr die Bühne im
Mediapark. Etwa 10'345 Besucher wippten zu ihrem Eröffnungssong „Protection".
Für ein Wochenende ist der Kölner-Ring ein einziges grosses Festival!
…Brauhaus
„Päffgen“, drei Minuten später. Mit zehnstündiger Verspätung kämpften
wir (Luki und Vera) uns durch den brechend vollen Eingang des historischen
Brauhauses „Päffgen“ wo wir zu den schon am morgen angereisten Flying
Hoppers stiessen. Fast dreissig Hoppers sind der Einladung von Jumbo und
Pe gefolgt um Köln während des bekannten Ringfestes zu erleben und sich
wie gehabt auch mit lokalen Hockeygrössen zu messen.
Nachdem
wir alle alten und neuen Gesichter begrüsst und Sacha’s neuen Haarlook
ausgiebig begutachtet hatten, konnten wir uns dem wohlverdienten Kölsch
zuwenden und die urige Brauhaus-Atmosphäre in vollen Zügen geniessen.
Die Stimmung war gut und so war es auch keine Überraschung, dass die
zahlreichen Versuche die Rechnung zu begleichen, dank der cleveren Taktik
„Ein-Kölsch-habe-wir-immer-noch-getrunken!“ des Thekenchefs, mehrmals
erfolgreich abgewehrt werden konnten. Und so nahm der Abend seinen Lauf
und die gemütliche Runde löste sich nach und nach auf. Die Einen stürzten
sich für einen Schlummertrunk noch in das sich zu Ende neigende Ringfest,
die Anderen zog es langsam in Richtung Hotel um sich von den Strapazen ein
wenig zu erholen.
Der
Samstagvormittag konnte nach individueller Lust und Laune ausgestaltet
werden. Ein Teil der Hoppers nutzte diese Gelegenheit um in den
zahlreichen Kaufhäusern zu shoppen, andere wiederum nutzten die Zeit für
einen gemütlichen Spaziergang durch die Südstadt. Gegen 14 Uhr trafen
wir uns jedoch alle in der Hotel Lobby um gemeinsam zum Sportareal von
Blau Weiss Köln zu fahren, wo uns Jumbo auch schon erwartete. Kurz
checkten wir noch den Hockeyshop und prompt wurden mehrere tausend Euros
in Disco-Hockeybälle und himmelblaue Nasa-Hockeystöcke investiert, ob
man damit eine Backhandgranate aus dem Handgelenk schütteln kann?
Umziehen,
lockeres Einlaufen, kurzes Einspielen und schon ging es los. Unser Head
Coach Roland konnte aus dem Vollen schöpfen…standen ihm doch sage und
schreibe 19 motivierte Spieler und Spielerinnen zur Verfügung. Dies
erwies sich im Laufe des Spieles jedoch nicht unbedingt als Vorteil –
zumindest nicht für den Coach - war es doch ziemlich schwierig den Überblick
über die vielen Ein- und Auswechslungen zu behalten… so standen doch für
eine kurze Zeit auch zwölf Hoppers auf dem Spielfeld! Diese
„geheimen“ Mittel waren aber gar nicht nötig, da wir zu diesem
Zeitpunkt schon mit 3:0 in Führung lagen und eine Chance nach der anderen
herausgespielt wurde. Vera zwirbelte Ihre Gegnern so um die Ohren, dass
allesamt an Schwindel litten, wurden Sie doch von der grazilsten Gazelle
auf dem Platz mit einer demütigen Nachsicht gepeinigt. Speziell auch
unsere Anhänger die sich gezielt auf Ihrer Lieblingsseite aufstellen um
die geschwellten grazilen nass geschwitzten Oberkörper heimlich zu
bestaunen. Das Spiel wurde schlussendlich sicher mit 9:2 gewonnen und alle
waren froh mit erhobener Brust zum gemütlicheren Teil hinüber zu treten.
Auf der Terrasse des schönen Vereinshauses wurden wir mit leckeren Köstlichkeiten
und Kölsch verpflegt. Es gab richtig Kalorien in der Form von Sandwiches
und eigens gecharterten Glaces. Die meisten wären wohl am liebsten bei
Blau Weiss geblieben um noch bis in alle Nacht über verpatzte Torchancen,
Bruno’s gefürchteten Backhand-Schlenzer und die Torgefährlichkeit
unserer Spielerinnen zu philosophieren, doch unser Busfahrer wartete schon
auf uns und mit einem kurzen Zwischenstopp im Hotel ging es direkt
Richtung Friesenstrassenviertel, wo das Ringfest auf Hochtouren lief und
Motörhead ihre Gitarren für das Samstagabendfinale stimmten. Köln
rockt! Für die Daheimgebliebenen: Das Ringfest ist eine Art
Musik-Festival, bei dem auf zehn öffentlichen Plätzen und drei
Kilometern Strasse gefeiert, gerockt, getanzt, gegessen und viel getrunken
wird. So verteilten sich auch die Flying Hoppers für das Abendessen
irgendwo auf dem Ringfest und ein Teil traf sich erst zu später Stunde
wieder in einer Kneipe an der Friessenstrasse.
Für
das zweite Spiel ging es am Sonntagmorgen zu Rotweiss Köln, dem Kölnernobelverein,
welcher über Jahre die europäische Hockeyszene mitprägte und zusätzlich
mit einem eindrücklichen Clubhaus mit eigenem Aussen-Schwimmbad glänzte.
Bevor es jedoch wieder ernst wurde, gönnten wir uns bei schönstem
Sonnenschein einen Kaffee und diskutieren über die Gründe wieso man im
kleinsten Hockeyland nicht auch solch nette Hockeyanlagen antrifft.
Mit
einem fulminanten Start überraschten wir die Kölner und führten nach
kurzer Zeit gleich mit 2:0. Doch es waren keine zehn Minuten gespielt,
schon hatte Sacha einen hochroten Kopf. Er litt nicht etwa an
konditionellen Schwächen sondern legte sich mit dem Kölner
Schiedsrichter an, welcher vergass, dass er ein Freundschaftsspiel pfiff
und nicht etwa das Olympiafinale. Es war Roland und seiner geschickten
Auswechslung zu verdanken, dass Sacha nicht vorzeitig zum Grill verbannt
wurde. Danke Roland, denn die wachrüttelnde Worte Sacha’s in der
Halbzeit waren wichtig, um den immer besser spielenden Rotweissen zu
widerstehen und das spannende Spiel schlussendlich noch verdient mit 6:2
zu gewinnen. Anschliessend wurden wir zu einem leckeren Grill und einigen
Kölsch eingeladen und liessen dieses erfolgreiche Wochenende gemeinsam
mit den Kölner Spielern bei wunderschönem Wetter ausklingen. Einzig die
Wespenplage erinnerte einen an den einen Hitchkock-Film, eben an diesen
mit den Viechern.
Fazit:
Einmal mehr war es ein tolles Wochenende. Ein grosser Dank geht an Jumbo
und Pe für die tolle Organisation, die Kölner für das Kölsch, unsere
zahlreichen mitgereisten Supporter für die tolle Unterstützung, Reinhard
und Anita für die vielen Fotos, alle Flying Hoppers für die Geduld auf
den Reisebericht zu warten und zu guter letzt an Bruno…. DON’T CRY FOR
ME ARGENTINA!
Vera und Luki
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