Reisebericht
„The Flying Hoppers“ on tour 2002
Wahrscheinlich
zum letzten Mal besuchten wir das traditionsreiche und grosse
Rasenhockey-Turnier mitten im
pulsierenden Singapore. Es wurde das 150-jährige Cricket-Club Association
und das 10. Hockeyturnier Bestehen gefeiert
Um es vorwegzunehmen: Surjit hat
noch einen draufgesetzt.
36 Herren-
und 18 Damenmannschaften haben sich eingefunden um mit Ihm das stolze
Jubiläum zu begehen.
Zürich:
Mittlerweile
sind wir gut organisiert und jedes Mitglied hat seine Aufgabe gefunden um
den Anlass unvergesslich zu machen. Wir reisen nicht mit lausigen
Digitalkamers um die Welt, nein, wir checken 2 volle Fotoausrüstungen ein
(das macht 2 Handtaschen) und haben den wahrscheinlich besten Clubfotograf
als Begleiter dabei. Ob Tag oder Nacht, er hat den Finger immer am
Anschlag um sportliche oder abendliche Highlights festzuhalten. Reinhard
Fischer, ich danke Dir jetzt schon im voraus und bin gespannt auf die
Fotos. Um die Gastgeschenke, rsp. Deren Transport kümmert sich Sacha.
Diese weltweit geliebten und gesuchten Schuhsäcke ( flexibel anwendbar
als Brot-/Wäsche-/Kotzsack) benötigten ebenfalls eine Extratasche.
Unsere Leibchen und Stutzen werden von Busi betreut. Traditionell steuert
Bruno das Reiseshirt bei und Carlos hat sich freundlicherweise als
Reiseorganisator Singapore zur Verfügung gestellt. Die letzten
finanziellen Transaktionen werden telefonisch von Fedor am Check-in
Schalter weitergegeben, logisch, dass er der Finanzminister auf dieser
Reise ist.
Sogar Mitglieder, die dieses Mal nicht mitkommen können, finden sich am
Flughafen ein, um Abschied zu nehmen und uns Ihre Kreditkartennummer zu
hinterlegen, damit wir auf Ihren Namen an der Long-Bar unseren Durst mit
den Singi-Slings löschen können und Ihrer gedenken.
Zürich-Singapore:
Völlig
relaxed steuern alle Flying Hoppers am Besammlungstag in der Abflughalle
auf den gelben Koffer zu, der Ihnen in den folgenden Tagen immer als
Wegweiser dient. Erfahrungsgemäss ist Peter Marbach der Letzte, der
eincheckt, diesmal ohne Skier. Unser Tennisass Marion hat 3 Tennis-Rackets
dabei und freut sich schon auf das Damenhalb-Finale in Melbourne an den
World Master Games. Gemütlich wird geflogen, Neuigkeiten und alte
Anekdoten ausgetauscht bis die Lichter im Flugzeug gelöscht werden. Die
Stewardessen werden zunehmend unfreundlicher, da die Bierbestellungen
nicht ab- sondern eher zunehmen. In den Schlaf fallen wir dann trotzdem
und landen sanft in Singapore.
Den ganzen Tag haben wir frei und jeder kann den Nachmittag individuell
geniessen. Zu uns stösst Hong Kong Walti mit seinem lauten deutlichen „WASSSABIII“.
Leider weiss ich nach unzähligen Reisen immer noch nicht was es heisst
und wie man es schreibt.
Abends findet die Vorinformation für die Teammanger und Captains statt.
Wir schicken immer 2 Freiwilige, da wir den Ablauf kennen und die zwei
schlichtweg eine Stunde früher Bier trinken können als der Rest der
Mannschaften die nachher offiziell begrüsst werden.
Wehmütig nehme ich die Errinerungsmedaille entgegen, in Gedanken daran,
dass es das letzte Mal sein wird. Die selben Barmen im viktorianischen
Clubhaus, die gleiche Bedienung, alles kommt einem so vertraut vor und
trotzdem wird es das letzte Mal sein, ich werde wehmütig und bemerke eine
Träne...
Den weiteren Abend begehen wir unter dem Lead von Rolli und Mieko, unsere
local heroes, die uns in ein Lokal verführen, das sogar in einer
Morgenshow am TV vorgestellt wurde. Wir essen uns durch den Abend und
steuern die jeweiligen individuellen weiteren Aufenthaltsorte an.
1.
Spieltag
Obwohl
am Vorabend die Flüssigkeitsbilanz knapp positiv gehalten werden konnte
standen wir allein auf dem Platz und gewannen souverän mit 2:0 forfait
gegen die Nails. Einer fehlte, man munkelte dass eben wegen ihm die Nails
die Nacht nicht überlebt hätten. Es ist schön,wie sich einzelne
Mitglieder unsererseits für einen Sieg opfern.
Das zweite Spiel gegen eine australische Nationalspielerauswahl ging zwar
verloren aber nur 0:2, wir waren ganz überrascht, denn jede Mannschaft
verlor nach uns meist mit 4-6 zu Null.
Die 3 weiteren Matches wurden mit einer sportlichen geschlossenen souveränen
Leistung gewonnen. Unser sportlicher Leiter Sacha formierte die Truppe
richtig. Die Abwehr mit Willy Arber, bekannt in Asien als die Wand und
Fedor, der Windhund spielten zusammen mit Coen zu Null. Uebrigens ist Coen
sehr sympatisch, er ist nie um eine Antwort verlegen und fügt sich mit
seinem Schalk gut in unsere Gemeinschaft ein, einzig die Schuhwahl liess
am ersten Tag zu wünschen übrig. Er behauptet beim Einpacken in der
Schweiz seien die Noppenschuhe (PUMA 1982) noch ganz gewesen, dann beim
Anprobieren auf dem Feld lösten sie sich zunehmend in Mehl auf.
Im Mittelfeld führten Sacha / Stefan und Carlos die Bälle in den Sturm.
Dort versuchte Bruno vehement während 2 Tagen wenigstens einen Ball zu
stoppen, was ihm definitiv nicht gelang. Zum Glück war Busi zugegen, er
entzückte mit gefährlichen Ansätzen.
So musste Carlos die Kohlen aus dem Feuer holen und buchte Tor um Tor, er
avancierte sogar zum internen Goalgetter. Zum Glück haben wir noch die
Basler...
Sacha entzückte mit Traumtoren und man war langsam gespannt auf den 2.
Spieltag.
Am offiziellen Turnierabend wurden im Festzelt bei gewohnt gutem Essen,
diverse Einlagen aus dem asiatischen Kulturgut angepriesen: Travestie,
Tempeltanz ohne Tempel, Crazy Horse Tanztruppen. Genüsslich liessen wir
das Showprogramm über uns ergehen bei Merlot aus dem Tessin.
Irgendwie ermüdet und ermattet vom Spieltag und den vielen Massagen
trotteten die einzelnen Spieler relativ früh (ungewohnt) ins Bett. Kommen
wir in den höchsten Final?
2.
Spieltag
Es
ist überflüssig zu erwähnen, dass die 6 kostenlos angepriesenen Liegen
zu Massagen oft mit blau-weissen Stulpen besetzt waren.
Unser erster Match war gegen die Tschechen aus Prag. Intern gab es
Animositäten da Irena (Willy’s Frau) natürlich unseren Gegner unterstützte.
Sie tat das zum Glück schon am Vorabend indem Sie sie um 04.00 Uhr in die
nächste Bar schickte. Womit wir das Spiel relativ ruhig über die Runden
bringen konnten.
Der nächste Match war leider irgendwie anders, so dass wir ins
Penaltyschiessen mussten mit der Royal Thai Air Force. Wir unterlagen klar
und verabschiedeten uns würdig vom Turnier.
Beim anschliessenden Bilanzausgleich wurde die Flying Hoppers Niederlage
glasklar analysiert und sofort der Headcoach Rolli ersetzt durch Mr.
Kirsch.
So konnten wir unsere Restkräfte zum Anfeuern von Kerry, die bei den Hong
Kong Damen spielt spielte, benutzen. Angetrieben von fenetischen Zurufen
wechselte der Couch Sie ein, sofort spielte sie die kurzen Ecken an und führte
die Mannschaft zum Sieg.
Im ganzen
Bericht fehlt der Torwart Michael Ruetz.
Ihm widme ich einige Zeilen: Er ist mir als sehr angenehmer
Spiel-/Zimmerpartner aufgefallen. Seine unsouveräne ruhige Art täuscht
über seine erbrachte Leistung. Im ganzen Turnier war er neben unserer
Verteidigung die solide Basis für unseren sportlichen Erfolg in diesem
Jahr, Merci Michael.
Traditionell wird jedes Jahr die East Coast besucht um dort die
Krabbenscheren spritzen zu lassen, was in anderen Jahren der Anfang war
sollte dieses Jahr der Abschluss von Singapore sein. Es verabschiedeten
sich Kerry und Bruno zurück in die Schweiz.
Ich danke allen Beteiligten für Ihren Einsatz und wünsche den Flying
Hoppers aktuell alles Gute und bin gespannt über den Bericht der World
Masters Game.
Der
Backhandgott
|