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Erfolgreiche
Titelverteidigung der Flying Hoppers am 2006 Red Sox Turnier
Den
Flying Hoppers ist anlässlich der
diesjährigen Austragung des Internationalen Red Sox Hallenturniers im
historischen Hockeytempel Chliriethalle zu Oberglatt eine erfolgreiche
Titelverteidung geglückt. Die Hoppers mussten sich den Finaleinzug in der
Gruppenphase mit 5 Spielen durch eine veritable Tour-de-Germany erspielen.
Allerdings fielen unsere Gegner eher durch interessante Namensgebung als
hochklassiges Hockey auf. Die mit Altstars gespickte Hoppers-Truppe hielt
sich in den Spielen gegen die Wurzener Keckse (5-1), Pasing Muenchen (7-1),
Leckerbeis (5-1), und die Schwarzwaldelche (5-1) weitgehend schadlos. Gegen
den TSG Neustadt schaute sogar ein spektakuläres 10-0 heraus, was
allerdings einige Sympathien in den deutschen Reihen kostete.
Die Flying Hoppers steigerten sich von Spiel zu Spiel und beim einen oder
anderen Nostalgiker wurden Erinnerungen an vergangene Tage wach. An
derselben Stätte holte sich GC in den 80er und 90er Jahren beim vormitternächtlichen
Training den Schliff für Meisterschaft und Europacup, und einige
Meisterschalen wurden dem Club sogar in eben dieser Halle übergeben. Mit
Stefan und Thomas Leuenberger, Toni Haberthür, Fedor Plambeck, Wolfgang
Landtwing, Dani Voltzenlogel, Philipp Frauenfelder und Patrick Stutz
vertraten einige jener “Chliriet-Veteranen” die Hoppers in Oberglatt.
Abgerundet wurde das diesjährige Team mit Hüftgelenk- und
Backhand-Spezialist (-Gott?) Bruno „B.B.“ Schurter, ebenfalls ein
verdienter Flying Hoppers Meilen-Millionär.
Doch mit den Siegen auf dem Parkett war der Leistungsdruck noch nicht gänzlich
weg vom Team. Kenner wissen dass für die Flying Hoppers die grössten
Gefahren oftmals neben dem Hockeyplatz lauern. So Manager Stefan Leuenberger
beim Anblick der hektischen Turnierabendvorbereitung in weiser Voraussicht:
“Hoffentlich können wir sonntagmorgens komplett antreten…”. Solche
Befürchtungen erwiesen sich jedoch glücklicherweise als – beinahe –
unbegründet. Die einzige Absenz am Sonntagmorgen war die Folge eines
“technischen Unterlassens” und beweist wieder mal dass nicht genügend
auf die Winterzeitumstellung hingewiesen werden kann (und dies auch 1 Woche
nach dem Stichtag noch!). Ansonsten
war überraschenderweise auch derjenige Teil der Mannschaft auf dem Platz
anzutreffen, welcher kurz zuvor noch in rapide verschlechterndem Zustand an
der Turnierbar gesichtet wurde; ein weiterer Beweis für die heilende
Wirkung von Gin-Tonic – in (fast) jeder Lebenslage. Ebenfalls als
Vorteilhaft erweist sich zunehmend dass bei gewissen notorischen
Turnierbar-Verbrechern das zunehmende Alter die Einsicht bringt dass eine
Minimierung der Distanz zwischen Bett und Hockeyplatz eher hilfreich ist.
Die Einzelzimmer im “Hotel” Chliriet waren fest in Hopperhand; und
Basler scheinen sogar die Übernachtung auf dem Penaltypunkt nicht zu
scheuen um den Anpfiff - wortwörtlich
- nicht zu verschlafen.
Am frühen Sonntagabend war es aber dann mit der hockey-mässigen Gemütlichkeit
vorbei. Nach einem packenden Kopf-an-Kopf Rennen mit CUS Bolognia und HC
Wettingen hatte sich Gastgeber Red Sox in Pool A für das Finale
qualifiziert. Die junge und verheissungsvolle Rotsocken-Truppe war natürlich
hochmotiviert vor eigenem Publikum zum ersten Mal das Turnier zu gewinnen;
und dies an der Jubiläumsausgabe des Anlasses zum 80. Geburtstag der Red
Sox!
Und tatsächlich sah es zu Beginn des Finals so aus als wären die Flying
Hoppers in Geschenk-Laune. Red Sox war ausgezeichnet auf das berühmte
GC-Spiel eingestellt und profitierte zusätzlich vom defensiven Fehlern und
schlechter Chancenauswertung der Hoppers. Wolfgang Landtwing musste in den
ersten 15 Minuten gleich viele Tore eingestehen wie zusammen in allen
Spielen zuvor (4), und die sonst so zuverlässige Flying Tormaschinerie
schien zugleich zu stocken. Mit zunehmender Spieldauer bekamen die
Blauweissen das Spiel jedoch besser in den Griff und konnten den Rückstand
von zwischenzeitlich 2-4 dank beinahe perfekter Kurzeckenauswertung des
Eckenteams Fedor/Stefan/Toni ausgleichen. In einem dramatischen
Schlussfurioso wurden sämtliche verbleibenden Reserven freigesetzt und zwei
Minuten vor Ende gelang - wieder mittels Ecke – das Führungstor zum 6-5.
Dieser Vorsprung wurde trotz heftigem Druck seitens Red Sox’ über die
Distanz gerettet.
Die Flying Hoppers vollendeten mit diesem Sieg die erfolgreiche
Titelverteidigung. Herzliche Gratulation den Flying Hoppers, und herzlichen
Dank nochmals an den Veranstalter Red Sox. Unser Gastgeschenk hat sich zwar
schwerwiegend auf die Rekordumsatzjagd an der Bar beschränkt aber kam
trotzdem von Herzen (ähm, Leber). Und wie immer: Wasabi!
Patrick Stutz
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